Tatsächlich gab es zum Abschluss der Festwoche noch ein grandioses Feuerwerk. Wir sind zwar keine Freunde dieser sinnlosen Umweltverschmutzung und Verschwendung, aber es war schon beeindruckend und aufregend für die Jungs.
Natürlich war die Dieselpumpe am Montag Nachmittag noch nicht da. Ich wurde auf Dienstag früh vertröstet. Also eine weitere Nacht hier auf dem Parkplatz. Und dann halte ich doch tatsächlich am nächsten Tag die Dieselpumpe in meinen Händen. Sie ist 100% identisch mit der alten und wird somit passen. Meine Laune steigt wieder und ich bin vorsichtig optimistisch. Beim Wohnmobil angekommen, lege ich sofort los. Es passt alles und ich bekomme die Luft aus den Leitungen und Diesel in die Einspritzpumpe. Aber der Motor will einfach nicht starten! Ich bin mit meinem Latein und meinen Nerven am Ende. Nun tritt der Fall ein, den ich vermeiden wollte: wir müssen wieder in die Werkstatt! Diesmal muss ich zum Glück nicht ewig in der Warteschleife der Versicherung verbringen. Der Kontakt mit Versicherung, Werkstatt und Abschleppdienst sind recht schnell organisiert. Allerdings will oder kann der erste Abschlepper uns aufgrund der Länge des Wohnmobils nicht mitnehmen. Nun heißt es mal wieder warten. Da sich weder der neue Abschleppdienst, noch die Versicherung zurück melden, recherchiere ich selbst. Mit Hilfe von Julians Spanischkentnissen kann ich mit einem Abschleppfirma kommunizieren. Diese würden uns tatsächlich abholen, wollen aber fast 700€ dafür haben! Die Versicherung würde zwar die Kosten übernehmen, aber soviel Geld können wir nicht vorschießen! Also suche ich weiter, während ich parallel mit der Versicherung telefoniere. Final finden wir eine Lösung und warten nun auf den Abschleppwagen. Doch die Spanier lassen sich Zeit. Abends kurz vor 21 Uhr, wir machen gerade die Jungs fertig fürs Bett, meldet sich die Versicherung, dass der Abschlepper in den nächsten 45 Minuten kommt! Kurz darauf meldet sich die Firma direkt bei mir mit der Information, dass sie erst am nächsten Morgen kommen, da die Werkstatt ja schon geschlossen hat! Mittlerweile haben wir uns an die spanische Gelassenheit gewöhnt und nehmen es einfach hin.
Am nächsten Morgen kurz vor 10 Uhr kommt endlich der Abschleppdienst und es ist tatsächlich das passende Auto (mit einer Gabel für die Vorderachse). Sogar der Chef ist mit einem PKW gekommen, damit die Jungs mit Anne dort mitfahren können 👍🏻. Routiniert hängt der Fahrer unser Wohnmobil an und ab geht es zur Iveco Werkstatt. Dort angekommen, werden gleich die Daten aufgenommen und der Mechaniker Manuel zu unserem Auto geschickt. Der Mann ist ein Schrauber der Alten Schule und kennt den Motor sehr gut. Knapp 3 Stunden ist er auf der Suche nach dem Fehler, findet ihn schließlich im defekten Kabel des Magnetschalters der Einspritzpumpe 😱und überbrückt das Ganze, da er keinen Stromlaufplan hat und uns so schnell wie möglich wieder mobil machen möchte. Endlich startet der Motor wieder und bin total erleichtert! Was für ein toller Mensch und Mechaniker 👍🏻! Schnell noch die Rechnung beglichen (183€ 😩) und dann können wir endlich wieder eigenständig fahren .
Wir kaufen noch Lebensmittel ein, tanken vorerst das letzte Mal günstig Diesel (1,58€/Liter) und verlassen mit einem weinenden Auge nach 6 Monaten das lieb gewonnene Spanien. Unser erster Stopp in Frankreich ist bei einem großen Spielplatz, den wir schon öfter angesteuert haben. Die Jungs toben sich nochmal aus und Anne kann arbeiten. Am Abend machen wir uns fertig für die erste Nachtfahrt seit langem. Da wir durch die Pannen viel Zeit verloren haben, müssen wir nun etwas Strecke machen. Nachts um 2 Uhr erreichen wir unseren nächsten Stellplatz. Am Morgen können wir uns auf dem gleich nebenan gelegenen Sportplatz noch etwas bewegen, bevor es weiter geht. Auf die Jungs wartet noch eine tolle Überraschung!
Kurz nach dem ersten Tankstopp in Frankreich (2,05€/Liter Diesel 😳) eine kurze Schrecksekunde: mitten im Kreisverkehr geht der Motor einfach aus! Zum Glück ist es nur die Spritleitung zur Dieselpumpe, welche sich gelöst hat 😃. Ich fixiere sicherheitshalber alle Leitungen und weiter gehts. Am neuen Stellplatz angekommen, stürmen Anton und Edgar sofort los zum Skatepark und Pumptrack. Kurz nach unserer Ankunft kommt auch die Überraschung: unsere Schweizer Freunde machen auf ihrem Rückweg nach Hause hier bei uns noch einen Zwischenhalt. Welch eine Freude bei uns allen!
Wir verbringen zusammen 2 wunderbare Abende und einen gesamten Tag. Wir genießen die gemeinsame Zeit in vollen Zügen, denn jetzt geht es für uns weiter Richtung Deutschland. Und wieder einmal zerstreuen sich unsere Wege in alle Himmelsrichtungen. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder!









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