Der letzte Tag auf der Secret Seeds Farm war wirklich schön. Die Jungs haben noch mal klasse miteinander gespielt, wir konnten Wäsche waschen, duschen und haben zum Abschied noch einen tollen Gemüsekorb und Eier bekommen. Auch Anton und Edgar durften sich über ein Abschiedsgeschenk freuen. Vielen Dank ihr Lieben!
Die Abfahrt beginnt allerdings mit einem Drama: beim rangieren übersehe ich den ziemlich dicken Ast eines Olivenbaumes und dieser bohrt sich in ein Seitenfenster! Zum Glück ist keinem was passiert und mit Panzertape kann ich den großen Riss notdürftig reparieren. Ich bin natürlich bedient, denn das war mein Fehler und ich muss mir nun eine Lösung einfallen lassen. Egal, es geht weiter. Zuerst tanken – der Weg dorthin endet an einer Brücke, unter der wir nicht durchkommen (2,80m Höhe 🫣). Also umdrehen und die nächste Tankstelle ansteuern, die zum Glück gut erreichbar ist und sogar sehr günstig! Eigentlich wollen wir heute noch bis kurz vor Girona (ca.250km) auf einen grünen Stellplatz, aber bei der Auffahrt zur Autobahn klappt das Gaspedal nach unten! Sofort befürchte ich, dass der Gaszug gerissen ist und wir vorerst wieder gestrandet sind, da ich das nicht einfach so am Straßenrand reparieren kann. Anne sucht schon nach einer Werkstatt. Nach einem Blick unter die Motorhaube, sehe ich zum Glück, dass der Gaszug nur aus einem Kugelgelenk gesprungen und nicht gerissen ist. Höchstwahrscheinlich auch eine Alterserscheinung. Mit Kabelbindern kann ich den Zug fixieren und wir können auf eigener Achse weiter fahren. Da wir aber nun schon viel Zeit verloren haben, findet Anne für uns einen einfachen Stellplatz am Rande von Barcelona. Nach einem sehr schmackhaften Abendbrot fallen wir alle müde ins Bett. Ich hoffe nur, dass die Pannenserie nicht weiter geht.
Nächster Halt ist ein Stellplatz mit Serviceleistungen bei Girona. Da hier aber zu viele Wohnmobile stehen, übernachten wir hier nicht, sondern machen nur Ver- und Entsorgung. Im Ort habe ich einen Spielplatz gesehen, zu dem wir fahren. Anton, Edgar und ich gehen spielen, während Anne arbeiten kann. Am frühen Abend geht es weiter nach Figueres. Dort wollen wir ins Dali-Museum. Anne hat online schon eine Familienkarte organisiert; also werden wir auf einem Stellplatz übernachten, den wir schon auf dem Hinweg angesteuert haben. Dort gibt es genug Auslauf für unsere Tiere und die Jungs können den kleinen Skatepark unsicher machen. Am nächsten Morgen sind alle ganz aufgeregt und früh wach. Anne denkt sich noch ein paar Detektivaufgaben für Anton und Edgar aus, sodass auch für die Beiden der Besuch des Museums spannend wird 👍🏻. Wir finden einen kostenlosen Parkplatz ganz in der Nähe des Dali-Museums und auf geht es voller Vorfreude. Das Gebäude ist phänomenal: ein ehemaliges Theater wurde unter Dalis Anleitung wieder aufgebaut und als Ausstellungsstätte für sein enormes Werk umfunktioniert. Knapp 2 Stunden verbringen wir mit den kleinen Kunstdetektiven im Museum. Anne ist überglücklich und wir können den Jungs viel beibringen. Danach gönnen wir uns noch einen kleinen Mittagssnack und zum Nachtisch gibt es Eis und Churros. So genießen wir die Sonne und unseren letzten Tag in Spanien. Wir wollen noch die örtliche berühmte Burg besuchen, einkaufen und nochmal günstig tanken, bevor es für uns nach Frankreich geht. Doch wieder einmal macht uns das Wohnmobil einen Strich durch die Rechnung. Der Motor startet zum wiederholten Male nicht. Es ist wieder Luft im Dieselsystem! Die Ursache ist ein defektes Gewinde der Dieselpumpe. Höchstwahrscheinlich durch die vielen Reparaturen verursacht!? Ich baue alles aus, versuche es zu reparieren, testen und wieder zusammenbauen. Zwei Telefonate mit Freunden helfen mir zwar gut weiter, aber nach über 2 Stunden läuft der Motor immer noch nicht. Es kommt kein Diesel aus dem Tank zur Dieselpumpe. Anne kümmert sich super um die Kinder und bestellt Pizza, denn wir sind beide mit der Kraft und den Nerven am Ende. Ich breche ab und werde am nächsten Tag versuchen, den Motor wieder zum Laufen zu bringen. Gerädert geht es früh ins Bett. Die Nacht ist schrecklich: Anne hat extreme Kopfschmerzen und ich habe Durchfall. Wenigstens die Jungs schlafen friedlich.
Der nächste Tag beginnt mühsam: ich bin übermüdet, Anne liegt mit Migräne noch im Bett und die Jungs haben Hunger. Also erstmal Kinder und Tiere versorgen. Zum Glück machen Anton & Edgar gut mit und spielen schön miteinander. Nachdem Anne sich aus dem Bett gequält hat, kann ich mich um den Motor kümmern. Aber alle Versuche, den Diesel vom Tank durch die Dieselpumpe hin zur Einspritzanlage zu pumpen, schlagen fehl. Nun muss das Auto wohl doch in die Werkstatt. Unser Freund Albert will noch versuchen, einen befreundeten Mechaniker zu fragen, ob dieser auf dem Rückweg nach Deutschland bei uns Halt macht, um zu helfen. Super Unterstützung, Dankeschön 😊! Trotzdem nehme ich Kontakt zur Iveco Werkstatt vor Ort auf (glücklicherweise gibt es hier eine) und warte nun auf Antwort.
Noch haben wir keinen Schimmer, ob und wie es weitergeht! Dementsprechend ist die Stimmung von Anne und mir am Boden und unser Nervenkostüm ist extrem dünn.









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