In Sundsvall angekommen, stellen wir uns direkt auf den Parkplatz des Stadtparks Norra Berget. Laut unserer Reiseapps kann man hier auch über Nacht stehen. Der öffentliche und kostenlose Park erwartet uns gleich mit vielen Spielmöglichkeiten für Kinder. Die Jungs nehmen dieses Angebot begeistert an und spielen erstmal ausgiebig, während wir einen Mittagssnack auf einer der vielen Sitzgelegenheiten zu uns nehmen. Janis und Jimi sind mit dabei und unserer Kater ist wieder einmal der absolute Hingucker und Menschenmagnet 😂. Wir können Anton und Edgar überzeugen, noch weiter durch den großen Park zu schlendern. Dieser ist eigentlich ein großes Freilichtmuseum mit alten Bauernhäusern, Tiergehegen, Cafés und Aussichtsturm. Wir nutzen einen der vielen Grillplätze für ein spontanes Abendbrot unter freiem Himmel bei sommerlichen Temperaturen 👍🏻. Als musikalische Begleitung tanzt eine Gruppe Linedancer im lokalen Pavillon 😅. Herrlicher entspannter Sommerabend!
Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Norden. Einen Zwischenstopp legen wir an einem spektakulären Wasserfall ein. Wir klettern hinauf und genießen das kühle Wasser und die wunderschöne Natur. Ein kleines Café mit Museum lädt uns zum Verweilen mit Eis und Geschichtsunterricht ein. Außerdem nutzen wir die Chance, die örtliche Waschmaschine zu nutzen 👍🏻. Man kann hier auch übernachten, aber wir wollen weiter Richtung Ostsee.
In der kleinen Stadt Härnösand nutzen wir den örtlichen kostenlosen Serviceplatz zur Ver- und Entsorgung. Da es wieder sommerlich warm ist, entscheiden wir uns für den hiesigen Badestrand als Nachtlager. Zum Glück erhaschen wir noch einen freien Platz und ab geht es an den Strand und rein in das erfrischende Ostseewasser! Eine willkommene Abkühlung für uns alle 👍🏻.
Anne beweist einmal mehr ihr Gespür für gute Ideen und Möglichkeiten: sie fragt spontan beim örtlichen Campingplatz an, ob die Betreiber (ein deutsch/schweizer Paar, die diesen Platz erst im Mai übernommen haben) Hilfe bei den anfallenden Arbeiten brauchen und wir dafür kostenlos auf den Campingplatz stehen können! Die Antwort kam prompt und am nächsten Morgen lernen wir die Beiden – Sarah und Mike – kennen. Wir sind uns gleich sympathisch und obwohl ihr Platz komplett ausgebucht ist, bieten sie uns sofort einen Platz für unser Wohnmobil an. Nachdem wir uns eingerichtet haben, machen wir eine Platzrunde und Mike bespricht mit uns die anfallenden Arbeiten. Mein erstes Projekt ist die Fertigstellung des Spielplatzes: der alte Sandkasten wird in ein TicTacToe – Spielfeld umgestaltet (Anton und Edgar sammeln als Spielfiguren Steine vom Strand und bemalen diese), das Holzgerüst der Rutsche streiche ich mit dem typischen roten Farbe (falunrot) an und als Highlight darf ich ein altes Ruderboot zum neuen Sandkasten umbauen. Nebenbei fallen jeden Tag kleine Reparaturen an und Anne hilft, den beiden bei Gestaltung und Verklebung der neuen Schilder für die Rezeption. Außerdem berät und unterstützt sie Sarah und Mike bei der Aussendarstellung (Instagram) und den passenden Werbemitteln. Dafür können wir hier gratis stehen, bekommen Strom, dürfen Dusche, Toilette, Waschküche mit Herd, Frischwasser und Waschmaschine nutzen. Eine herrliche Aussicht auf die Ostsee und traumhafte Sonnenuntergänge sind ebenso inklusive, wie des Öfteren ein Eis für die Jungs und uns. Wir fühlen uns extrem wohl und gut aufgenommen und beschließen (getreu unserer Überzeugung: „Wenn es uns irgendwo gefällt und alles stimmt, bleiben wir auch länger an einem Ort!“), einige Zeit hier zu verbringen.

Unsere Mütter nutzen die Chance und schicken uns Pakete mit lauter tollen nützlichen und leckeren Dingen, tausend Dank dafür!!!
Bei gemeinsamen Essen (Grillen, Pizza und Wraps 😊) lernen wir uns durch ausgiebige, interessante Gespräche besser kennen. Mit den Jungs erkunde ich per Fahrrad die wunderschöne kleine Stadt. Wir entdecken einen tollen Spielplatz und besuchen das hier ansässige größte Automuseum Schwedens – ein fantastisches Erlebnis! Und natürlich fiebern wir bei den Spielen der EM der Frauen mit.
Es ist so schön hier, dass wir garnicht weg wollen! Arbeit ist genug da, außerdem haben Sarah und Mike nichts dagegen, dass wir länger bleiben. Anne und ich sind hin und her gerissen und haben noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Allerdings möchten wir noch gerne ans Nordkap. Eine Entscheidung haben wir aber schon getroffen: wir werden den Rückweg nach Rostock nicht über Finnland und das Baltikum, sondern durch Schweden bewältigen. Einerseits sind es knapp 1000 km weniger Weg und andererseits machen uns das im September geplante Manöver Russlands in Belarus und die möglichen Folgen große Sorgen! Wir möchten diesbezüglich keinerlei Risiko eingehen.
Deshalb genießen wir in vollen Zügen den schwedischen Sommer und haben momentan absolut die Zeit unseres Lebens als Familie mit vielen wunderschönen Begegnungen und Erlebnissen.


















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