Wir brechen auf und unser erster Halt ist das kleine Städtchen Campillos mit einem grünen Stellplatz. Dort wollen wir einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Sevilla machen, um Ver- und Entsorgung zu erledigen. Da wir allerdings ziemlich spät hier ankommen, entscheiden wir uns, hier zu übernachten. Am nächsten Tag gehe ich mit den Jungs auf den nahe gelegenen Spielplatz, während Anne noch arbeitet. Gegen Mittag wollen wir los und das Auto springt nicht an! Die gleichen Symptome, wie bei den heißen Quellen von Santa Fe, als der Zahnriemen übergesprungen ist 🫣. Nach einem kurzen Telefonat mit Sascha (gelernter KFZ-Mechaniker) finde ich die Ursache recht schnell: zum Glück ist es nicht der Zahnriemen, sondern Luft in einer Dieselleitung. Als wir bei der letzten Reparatur die Dieselleitungen erneuerten, habe ich vergessen, neue Kupferdichtringe an der Dieselpumpe zu verbauen und dadurch ist nun Luft im System! Selbst schuld 🫤. Die Suche nach passenden Dichtringen gestaltet sich sehr schwierig. Ein Stellplatz Nachbar aus Hamburg hat eine passende Dichtung für mich. Ich brauche allerdings 4 Stück! Erst in einer Landmaschinenwerkstatt werde ich fündig und der Mechaniker schenkt mir 3 passende Teile! Ein herzliches Dankeschön an die beiden unbekannten Helfer! Ich schraube wieder alles zusammen und zumindest ist die Verbindung wieder dicht. Ich habe keine Lust mehr weiter zu machen. Ich organisiere noch etwas zum Abendbrot und dann geht es ins Bett. Wieder einmal hat das Wohnmobil einen Strich durch unsere Pläne gemacht und das nervt mich gerade ganz schön! Der nächste Morgen empfängt uns mit Dauerregen; zum Glück habe ich gestern noch die Ersatzteile besorgt. Nur das Starthilfespray habe ich vergessen! Also ab durch den Regen zu einem Werkzeugladen, welcher glücklicherweise das Spray vorrätig hat. Zurück beim Wohnmobil springt nach dem Rausdrücken der Luft und nach einigem Orgeln der Motor endlich an 🥳. Nun können wir doch noch nach Sevilla fahren. Zwar wird es nichts mehr mit der geplanten Rundreise in Richtung Atlantik, aber unsere Schweizer und Deutschen Freunde erwarten uns in Sevilla. Und wieder hilft uns die Vollversion der coolen Green Zones App >hier< *beim Navigieren durch die für uns erlaubten Umweltzonen, sodass wir bis kurz vor das Stadtzentrum kommen.
Dort angekommen, sind die Kinder total aus dem Häuschen und wir gehen mit allen in einen sehr schönen Park mit vielen Spielplätzen. Beim Abendbrot planen wir den Stadtbummel. Anne ist schon ganz aufgeregt, da es 2 Original Schauplätze aus einem Star Wars Film hier gibt. Am nächsten Tag fahren die Schweizer mit der U-Bahn, wir schwingen uns auf die Fahrräder und treffen uns dann in der Altstadt. Anne muss noch eine Bank finden, um die Gebühr für die Steuerunterlagen zu bezahlen, was sich als ziemlich kompliziert herausstellt! Erst die 4. Bankfiliale kann ihr helfen und nimmt das Geld für die Unterlagen an! Nun können wir die Stadt erkunden und die Filmschauplätze aufsuchen. Sevilla hat eine lange und beeindruckende Historie; die Altstadt mit den engen Gassen und imposanten Gebäuden gefällt uns außerordentlich. Wir finden ein kleines verstecktes Restaurant und essen leckere Tapas zum Mittag. Gestärkt gehen wir jetzt zum Plaza de España, einem der Drehorte von Star Wars. Anne ist den Tränen nahe, weil sich für sie ein Traum erfüllt. Der Platz ist wunderschön und wir verweilen hier etwas um das Ganze auf uns wirken zu lassen. Dann geht es mit den Fahrrädern zurück zum Stellplatz. Wir beschließen, noch auf einen anderen Platz oberhalb von Sevilla zu fahren, weil der schöner ist und dort die deutschen Freunde auf uns warten. Der neue Stellplatz liegt am Rande eines süßen kleinen Ortes und ist speziell für Wohnmobile reserviert. Nebenan sind ein paar Sportplätze, ein Spielplatz und eine große Grünfläche für die Hunderunde 👍🏻. Auch der Blick über Sevilla ist wunderbar. Die befreundete Familie freut sich ebenfalls uns wiederzusehen und als die Schweizer auch ankommen, organisieren wir einen gemeinsamen Grillabend. Jeder steuert etwas bei und wir genießen diese tolle Gesellschaft. Es gefällt uns allen so gut hier und die Kinder spielen wunderschön miteinander, also bleiben wir 2 Nächte. Julian baut noch etwas weiter an den „Kinderzimmern“ im neuen Wohnmobil, die Schweizer gönnen sich mal eine Paarzeit und ich muss mich um Janis kümmern. Sie hat ein angeschwollenes Ohr und dank der Tipps meines Vaters und mit Hilfe von Julian und Feli kann ich eine kleine Operation durchführen. Mal schauen, ob das eine Besserung gibt. Ansonsten müssen wir mit ihr zum Tierarzt.
Die paar schönen gemeinsamen Tage gehen nun zu Ende und unsere Wege werden sich für längere Zeit trennen 😢. Die anderen zieht es Richtung Portugal und wir müssen zurück nach Málaga, damit Anne ihren Termin für die Steuernummer wahrnehmen kann. Es wird diesmal eine längere Fahrt, aber wir gönnen uns an einer Raststätte eine ausgiebige warme Dusche – HERRLICH!!
Zurück in Málaga am Butano treffen wir Sascha und Albert mit ihren Familien wieder und Anne ist am nächsten Tag fast am Ende des Behördendschungels angelangt. Da sie ein spezielles Formular braucht muss sie noch einmal einen Termin machen und dann haben wir es hoffentlich geschafft! Ich fahre nochmal zum Waschsalon, die Kinder sammeln Müll am Strand und sobald Anne ihren 2.Termin erledigt hat, müssen wir uns langsam wieder Richtung Deutschland aufmachen, da wir zu einem Familientreffen eingeladen sind und Anfang Juni unsere Fähre nach Schweden auf uns wartet.
Es kam zwar mal wieder alles anders, als geplant, aber das macht für uns das Reisen ja so spannend.
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