Die 3 Wochen in Deutschland sind wie im Fluge vergangen und nun sitzen wir schon wieder auf der Fähre nach Schweden. Was ist ist uns aus dieser Zeit in Erinnerung geblieben und was haben wir gelernt?

Diesmal war Deutschland für uns nur Transitland. Das hatte zum einen damit zu tun, dass wir durch die Pannenserie, den damit verbundenen Reparaturen und Stillstand in unserer Routenplanung ordentlich durcheinander gebracht wurden. Zum anderen hatten wir nach 7 schönen Monaten in Spanien und den Nachrichten aus Deutschland nicht wirklich Lust auf unser Heimatland. Natürlich freuten wir uns auf unsere Freunde und Familien, aber das Drumherum stimmte uns sehr nachdenklich.

Ihr könnt ja mal raten, was eine der ersten Amtshandlungen nach Grenzübertritt war…: wir gönnten uns als Familie unglaublich leckere Döner 😂! So einfach sind manchmal die Glücksmomente.
Im Vogtland trafen wir uns mit Annes Eltern. Eigentlich sollte es ein großes Familientreffen werden, aber leider haben alle Verwandten abgesagt! So hatten wir Exclusivzeit mit den Großeltern: tolle Spielangebote, Kinderkino, Schwimmbad, Kinderdisco und leckeres Abendbuffet 👍🏻. Es waren ein paar sehr schöne Tage. Weiter ging’s nach Leipzig. Ich konnte endlich bei Danny im „Stilkontor“ meinen Geburtstagsgutschein einlösen. Vielen Dank an Anne, ihre und meine Eltern und natürlich Danny, es war mal wieder ein Fest! Auch unser traditionelles Familienfoto am Automaten in der Karli durfte nicht fehlen. Zum krönenden Abschluss gab es eine Schale mit frischen Erdbeeren von Karl‘s 👍🏻. Ein sehr schöner Grillabend bei meinem Cousin Pier rundete unseren Abstecher nach Taucha ab. Weiter geht die Reise nach Eilenburg zu unseren Freunden Katja & Fabrice. Sie waren einmal mehr sehr liebe Gastgeber und Fabrice hat uns mit seinen Schrauberfähigkeiten mal wieder den Arsch gerettet! Eigentlich wollte ich bei ihm in der Werkstatt nur den kleinen Service (Ölwechsel mit Filter und neuer Luftfilter) und TÜV machen. Doch wieder einmal hatte unser Wohnmobil etwas dagegen. Bei den Servicearbeiten entdeckten wir einen Riss an der Motorhalterung! Bei genauerer Begutachtung stellte sich heraus, dass KEINE der 5 Halteschrauben mehr mit dem Motor verbunden war 😱! Dank der Erfahrungen und Fähigkeiten der „Raggarbilars“ bekamen wir gemeinsam die Motorhalterung ausgebaut, Fabrice schweißte meisterhaft und zusammen fädelten wir die Halterung wieder an ihren Platz. Und das Ganze ohne Motorausbau!! RESPEKT und ANERKENNUNG an die Jungs! Zusätzlich entdeckte Fabrice noch einen fehlenden Blindstopfen im Ansaugtrakt des Turboladers und baute fix einen passenden Verschluss. Zusätzlich offenbarte sich noch ein ca. 1,5m langer Riss an der rechten Aussenhaut, der von irgendjemanden gespachtelt und übergeklebt wurde!! Auch hierfür hatte Fabrice eine geniale Idee, um den Schaden halbwegs gut zu beheben. Zum Glück ist uns das Alles hier in Leipzig passiert, sodass wir schnell und professionell Hilfe bekommen haben und nichts Schlimmeres passiert ist! Auch hierfür ein Riesen Dankeschön an alle Beteiligten!

Nach dieser Aufregung geht für uns die Fahrt weiter Richtung Norden. Bei Karl’s Erlebnis-Dorf in Elstal bei Berlin übernachten wir und genießen die vielen Attraktionen bei tollem Wetter. Und dann sind wir schon auf dem Weg nach Rostock zu meinen Eltern. Dort verbringen wir eine erholsame Woche. Die Großeltern kümmern sich mal wieder liebevoll um ihre Enkelkinder. Anne und ich bekommen öfter Paarzeit: ein Kinobesuch mit abendlichem Schlendern am Stadthafen, Besuch von Freunden und ständig leckeres Essen lässt uns beide ein wenig durchatmen. Zudem können wir Wäsche waschen und ausgiebig heiß duschen. Für uns ist das der pure Luxus! Zum Abschluss kommt auch noch Annes Mutter zu Besuch und so haben wir alle zusammen eine schöne Zeit und feiern zusammen Kindertag. Eine letzte Nacht am altbekannten Stellplatz an der Warnow und schon befinden wir uns an Deck der Fähre nach Schweden, wo uns neue Abenteuer erwarten.

Was haben wir gelernt? Pläne schmieden ist immer relativ, da sich doch immer was ändert. Die spanische Gelassenheit hat uns unglaublich gut getan, kommt aber in Deutschland nicht immer gut an. Wir haben trotz vieler Rückschläge nicht aufgegeben (obwohl wir kurz davor waren alles hinzuschmeißen!) und sind als Familie gewachsen, sind dankbar für die tollen Menschen, die wir kennenlernen durften.

Wir konnten dank unserer Freunde und Familien kurz Luft holen und gehen nun gestärkt und zuversichtlich weitere Wege.

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