Mittlerweile sind wir im Süden Schwedens angekommen. Es ist irgendwie erstaunlich, wie schnell das auf einmal ging! Ganze 4 Monate sind wir nun schon wieder hier und haben viel erlebt.
Es war ein schöner Sommer, auch wenn vieles anders verlaufen ist, als letztes Jahr. Die über 2 Monate in Härnösand auf dem Campingplatz Sälsten waren für uns die längste Zeit, die wir bisher an einem Ort verbracht haben. Eine tolle Erfahrung, denn Sarah & Mike sind unglaublich liebe und herzliche Menschen. Der Aufenthalt war der pure Luxus: fließend warmes Wasser für den Abwasch, Toilette, Dusche, Waschmaschine, Küche mit Backofen und Strom. Dinge, die für viele selbstverständlich, für uns aber etwas Besonderes sind.
Anders verlaufen ist unsere geplante Reiseroute. Durch den Ausfall unseres Inverters, Reparaturversuch und das Warten auf Ersatz haben wir viel Zeit eingebüßt und mussten alles neu überdenken. Das sind wir aber schon gewohnt, denn so ein klassisches Wohnmobil ist mit all seinen Komponenten (so hochwertig diese auch sind) einfach nicht dafür ausgelegt, 365 Tage in intensivem Gebrauch zu sein. Ständig ist irgendwas zu reparieren oder zu ersetzen; meine ToDo Liste wird nicht kürzer. Meist ärgert uns aber nicht der Zeitfaktor, sondern die Menge an Geld, die in diesen Baustellen verschwindet! Auch diesmal hatten wir gerade ein kleines finanzielles Polster geschaffen, welches dann schnell wieder kleiner wurde. Das Positive an der Situation war, dass wir dadurch wieder einmal interessante und sehr liebenswerte Menschen kennengelernt haben, die ähnliche Lebenswege hinter sich haben wie wir.
Es zeigt sich wiederum, dass unterwegs sein, um andere Plätze zu entdecken, mehr zu uns passt. Scheinbar sind Anne und ich noch nicht soweit, „sesshaft“ zu werden. Und so finden wir auf dem Weg durch Schweden wunderschöne neue Plätze und besuchen uns schon bekannte Orte. Beides hat seinen Reiz und macht uns klar, was und wieviel wir während unserer Reisezeit alles schon gesehen, erlebt und geschafft haben!
Doch nun nähert sich Trelleborg und damit unser Abschied von Schweden und die Überfahrt nach Rostock. Anne und ich haben gemischte Gefühle: einerseits freuen wir uns natürlich auf unsere Familien und Freunde und die gemeinsame Zeit mit ihnen. Andererseits ist es immer ein bisschen mehr Fremdsein in der alten Heimat. Es überwiegt aber doch die Freude auf das, was uns erwartet! Nun genießen wir die letzten sonnigen Tage in Skandinavien.





2 Responses
So ist das Leben und ihr erlebt es auf eure Weise. Willkommen dann bald in Rostock.
Wir freuen uns schon sehr!